Zurück in Shkoder

23. Juli 2022 2 Von Sabine

Nach drei Tagen in Theth haben wir uns von der kochenden Tante, dem herzigen Onkel, der quirligen Cousine und von Eva und Klaus verabschiedet. Irgendwie gehörten wir am Ende fast ein bisschen dazu. Das sind die Dinge, die nirgends im Reiseführer stehen und sich nicht planen lassen und doch eine Reise ausmachen. Der alte Mann im Auto, der neben uns stoppt, fragt woher wir kommen und dann ein „welcome to Albania“ brüllt. Der Onkel, der uns jeden Morgen mit zwei Klopfer auf sein Herz und einem Lächeln begrüsst. Die Tante, die uns nicht versteht, aber mit Übersetzung versucht alles zu kochen, was uns schmecken könnte. Eva und Klaus, die uns beim Namen rufen, nach unserem Leben in der Schweiz fragen, von sich erzählen, mit Taxi und Wandervorschlägen helfen, echt am Austausch interessiert sind. Abgesehen davon, dass hier alles sowieso fast nichts kostet, sind diese Dinge eh unbezahlbar.

Mit Eva und Klaus

Die dreistündige Fahrt mit dem Minibus zurück nach Shkoder war amüsant. Weil unser Hotel am Ausgang des Dorfes lag, stiegen wir zuletzt ein. Dachten wir. Kaum waren wir losgefahren, fiel dem Chauffeur ein, dass er noch ein paar Touris vergessen hatte. Also zurück. Leider waren es drei Touris für zwei freie Plätze. Also mussten sich zuerst zwei Passagiere einen Platz teilen, bevor der Chauffeur dann unterwegs irgendwo noch einen Plastikhocker auftrieb, der in den Mittelgang gestellt wurde. Halbleer, wie bei uns, fährt hier kaum ein Auto rum.

Gut gefüllt: Minibus von Theth nach Shkoder.

Zurück in Shkoder haben wir noch ein bisschen Moscheen-Kirchen-Sightseeing gemacht. Cool wie hier alles nebeneinander steht.

Katholische Kirche: während des Sozialismus wurde sie als Turnhalle genutzt.
Moschee: die katholische Kirche unterstützte deren Wiederaufbau