Mit dem Kanu durch Utrecht

26. Juli 2021 0 Von hans-pi

Gegen Mittag haben wir uns doch noch rausgewagt. Das Wetter verhielt sich überraschenderweise nicht den Voraussagen im Wetterbericht entsprechend. Die Sonne schein und es war recht freundlich.

Also beschlossen wir, eine Kanufahrt auf den Grachten zu machen. Nachdem wir  bei der ersten Vermietung ins Leere liefen, hat es dann bei der zweiten geklappt. Sabine wollte gleich die zweistündige Tour machen… also los.
Eine Karte in Plastikmäppchen (die Niederländer sind offenbar nicht ganz so laminierfreudig wie die Schweizer Kindegärten und Schulen) sollte uns den Weg zeigen.

Wir paddelten los. Meine Hosenbeine waren innert kürzester Zeit nass.

Aber die Gegend war toll. Immer die richtige Abzweigung zu erwischen, war gar nicht so einfach.

Es gibt doch ziemlich viele Grachten und Kanälchen.
Und dann wurde das Wassersträsschen immer schmaler und enger, wir kamen uns vor wie im Dschgungel, rechts und links Büsche, Brennesseln und Brombeeren (die heimtückisch zupackten und die Stirn der Steuerfrau zerkratzten) … Sabine war sicher, dass wir mal falsch abgeboben wären. Nicht zuletzt, weil eine am Ufer jätende Frau ziemlich konsterniert auf uns schaute, als wir an ihr vorbeipaddelten.
Am Schluss kamen wir dann aber wohlbehalten an. Trocken. Also fast. Bis auf meine Hosenbeine. Die waren bis über die Knie nass.

ABER: Kaum waren wir ausgestiegen, ging ein Platzregen los. Wir hatten wirklich die besten zwei Stunden erwischt für unsere Bootsfahrt.
Wir setzten uns in einem Kaffee ans Trockene und schauten dem Regen zu.