Abendfährtli
Am Abend haben wir noch ein recht unterhaltsames Bootstürli gemacht und dabei allerlei Geschichten über die Stadt gehört – zum Beispiel dass Heinken seinen grossen Konkurrenten Amstel ziemlich clever übertrumpft hat, indem er zwei Monate lang 300 Studenten in die Bars schickte, diese dort Heinkenbier bestellen und wenn es nur Amsteln gab die Bar unter Protest verlassen sollten. Ein paar Wochen später hat er mit all diesen Bars Verträge abgeschlossen und Amsteln später zu einem Spotpreis übernommen. Ähnlich „macherisch“ ging er bei seiner Frau vor: nachdem er ihren Geburtstag vergessen hatte, baute er ihr schnell ein riesiges Luxushotel mit der Brasserie Marie (sie) und der Bar Freddy (er).
Wir haben tolle Hausboote gesehen und erfahren, dass man sein mindestens 100jähriges Hausboot im Kanal beim Schiffsmuseum gratis vertäuen darf, wenn man es 2x/ Monat für Besucher öffnet (wir haben leider kein 100jähriges Hausboot).
Wir haben riesige alte Häuser bestaunt, die ihre hohen Fensterscheiben in kleine Scheibchen unterteilt haben, weil die Steuern früher an der Anzahl Fenster bemessen wurden. Viele Fenster stellten den Reichtum zur Schau.



Wir sind an der grossen Baustelle von booking.com vorbei gefahren, wo 6500 Angestellte einziehen werden- weil die Onlineagentur ( obwohl heute amerikanisch) ursprünglich in Amsterdam gegründet wurde und sie in Holland 900 Millonen weniger Steuern bezahlen als in den USA.

Und wir haben gelernt, dass die Amsterdamer auf dem Velo wahnsinnig rücksichtsvoll unterwegs sind, aber wehe sie bewegen sich auf dem Wasser…. 😤🏴☠️🤬🤌🏻
